PresseInformation Nr. 31
15.Juli 2010
Neuer Anlauf für mehr „Sonne aus der Steckdose“
Planungsausschuss gibt Startschuss für neue Photovoltaikplanung
Karlsruhe. Der Planungsausschuss des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein hat in seiner Sitzung am Mittwoch (14.07.) beschlossen, die aus dem Jahr 2006 stammende Planung für regionalbedeutsame Photovoltaikanlagen zu überarbeiten. Hintergrund ist die Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes letzte Woche im Deutschen Bundestag, durch die sich einige Rahmenbedingungen geändert haben. „Auf vielen von uns ausgewiesenen Flächen können nach dieser Gesetzesänderung aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus keine regionalbedeutsamen Photovoltaikanlagen errichtet werden, da dort die Förderung wegfällt“, erläutert Verbandsdirektor Gerd Hager. Mit der neuen Planung sollen weitere landschafts- und umweltverträgliche Flächen für die Photovoltaiknutzung freigegeben und die regionale Steuerung bei der Standortwahl gestärkt werden.
Der Bund fördert Photovoltaikanlagen auf Freiflächen nach dem aktuellen Erneuerbare-Energien-Gesetz nur noch dann, wenn die Flächen zuvor bereits versiegelt waren. Dazu gehören zum Beispiel Deponieflächen. Hinzu kommen Anlagen auf wirtschaftlichen und militärischen Konversionsflächen sowie Flächen innerhalb eines 110-Meter-Streifens entlang von Autobahnen und Schienenwegen. Von regionalbedeutsamen Anlagen wird erst ab einer Anlagengröße von drei Hektar gesprochen. Ab diesem Flächenumfang ist die Regionalplanung bei der Standortsuche gefragt.