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24.März 2010

Leichte Bewegung bei der Windenergie
Zweites Treffen des Arbeitskreises Wind

Am 23.03.2010 hat sich der Arbeitskreis Windenergie Baden-Württemberg zum zweiten Mal in Stuttgart getroffen. Teilgenommen haben Vertreter des Wirtschaftsministeriums, der Windindustrie, des Naturschutzes, der kommunalen Landesverbände, der Energieversorgung und der Regionalverbände. Der Arbeitskreis soll die Akzeptanz der Windenergie erhöhen und für neue Windenergiestandorte im Südweststaat sorgen. Dazu möchte das Land eine Informationsoffensive starten. Von den Regionalverbänden erwartet das Ministerium mehr Vorrranggebiete. Zur Verbesserung der Datenlage über die Windverhältnisse möchte das Land ein Gutachten an die Universität Stuttgart vergeben. Gerd Hager betonte als Vertreter der Regionen, dass dort die Bereitschaft besteht, die Regionalpläne zu überprüfen. Das Land muss aber auch Voraussetzungen schaffen, damit die Planungsgrundlagen fortgeschrieben werden können. Dazu gehört die Bestimmung von landesweiten Standards, z. B. bei den notwendigen Abständen der Windenergieanlagen zu Wohngebieten oder zur Verträglichkeit des Anlagenbetriebs mit dem Naturschutz und dem Vogelschutz. Eine rein wissenschaftliche Studie ist für die Praxis von weniger Interesse, notwendig seien vor Ort verwendbare Winddaten. Begrüßt hat der Verbandsdirektor die Möglichkeit, bei dem sogenannten Repowering, d. h. der Verbesserung bestehender Windräder, eine Zulassung über ein sogenanntes Zielabweichungsverfahren zu erlangen. Auch bei neuen Bauvorhaben in der Nähe bestehender Vorrangflächen ist diese Möglichkeit neu eröffnet. Hier hat sich das Ministerium bewegt, und zwar in die richtige Richtung, betonte Hager. Am 29.06.2010 soll der 2. Branchentag Windenergie im Haus der Wirtschaft in Stuttgart stattfinden. Dort wird sich auch der Arbeitskreis Windenergie zu seinem 3. Treffen wieder zusammenfinden.

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