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Modellvorhaben der Raumordnung (MORO): Anpassungsstrategien an den Klimawandel

Projektlaufzeit: Juni 2009 bis März 2011

Projektpartner:

In den im Juni 2009 gestarteten Modellvorhaben der Raumordnung (MORO) „Raumentwicklungsstrategien zum Klimawandel“ sollen regionale Klimaschutz- und Klimaanpassungsstrategien entwickelt werden. Insgesamt wurden acht Modellregionen im gesamten Bundesgebiet ausgewählt. Weiterführende Informationen finden Sie hier.

Die Regionen Nordschwarzwald und Mittlerer Oberrhein treten als gemeinsame Modellregion an (Presseecho). Die Modellregion umfasst unterschiedliche Landschaftsräume von der Rheinebene über Hügellandschaften bis hin zum Schwarzwald. Die Siedlungsstruktur reicht von Verdichtungsräumen bis hin zu ländlich geprägten Teilregionen. Die Projektpartnerschaft ist Ebenen übergreifend angelegt. Die Städte Pforzheim und Baden-Baden vertreten den kommunalen Blickwinkel, der Enzkreis steht für die Ebene der Landkreise. Projektflyer

Über eine Projektgruppe und thematische Workshops sind weitere Partner eingebunden, z.B. der Nachbarschaftsverband Karlsruhe als Träger des Projektes „Urbane Strategien zum Klimawandel im NVK“ (ExWoSt). [mehr]

Unser Projekt:

  • Anlass und Ausgangslage [mehr]
  • Ziele [mehr]
  • Unser Weg [mehr]

Anlass und Ausgangslage

Das Thema "Klimawandel" hat in den vergangenen Monaten erheblich an Aufmerksamkeit gewonnen - nicht nur in der Wissenschaft, sondern in nahezu allen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen. Dies trifft in verstärktem Maße auch für die Raumplanung zu. [in Bearbeitung]

Hochauflösende Klimaszenarien zeigen, dass sich die Folgen des Klimawandels regional deutlich unterscheiden. So werden einzelne Regionen stärker als andere von Naturgefahren wie Extremhochwässern, Dürren, urbanen Hitzeeffekten, Starkwindereignissen, Massenbewegungen (unter anderem Muren, Hangrutschungen, Lawinen) oder von wirtschaftlichen Folgen durch Veränderungen in Land-, Forst- und Energiewirtschaft, Tourismus und Verkehr betroffen sein. Die Wirkungen des Klimawandels für das Mensch-Umwelt-System hängen jedoch nicht nur von der tatsächlich eintretenden Klimaänderung ab. Sie werden ebenso von der vorausschauenden Anpassung der betroffenen Wirtschaftszweige an die bevorstehenden Klimaänderungen beeinflusst.

Die Anpassung von Raumnutzungen und Raumnutzungsstrukturen an die Folgen des Klimawandels ist aufgrund der Bedeutung des Klimas für die Volkswirtschaft ein wesentlicher Baustein nachhaltiger Raumentwicklungsstrategien. Hieraus entstehen neue Anforderungen an die räumliche Planung. Sie wird zukünftig vermehrt die sich verschärfenden Konflikte zwischen unterschiedlichen Raumansprüchen koordinieren müssen. Gleichzeitig kommt ihr die Aufgabe zu, die Entwicklung einer klimaangepassten Raum- und Nutzungsstruktur anzustoßen.

Die erforderliche Anpassung und Minderung der Folgen des Klimawandels bedarf der Entwicklung mittel- und langfristiger Konzepte, die (präventive) Klimaschutzmaßnahmen wie auch Anpassungs- und Vermeidungsmaßnahmen umfassen.

Zielsetzung

Klimaschutz und Anpassungsmaßnahmen bilden gemeinsam eine erfolgversprechende Gesamtstrategie. Während der Klimaschutz eine globale Zielsetzung darstellt, setzt die Anpassung an den Klimawandel unmittelbar an den Lebensbedingungen vor Ort an. Im Mittelpunkt des Projektes steht das Ziel, die Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel aufzuzeigen

Unser Weg, Ergebnisse

Dies ist eine Querschnittsaufgabe, die interdisziplinäre Lösungen und Ebenen übergreifende Zusammenarbeit erfordert. Hierfür braucht es ein gemeinsames Problemverständnis. Stattdessen gibt es immer noch Informationslücken und es fehlt eine querschnittsorientierte Integration fachspezifischer Einzelaspekte.

Die Umsetzung kann nur in Kooperation zwischen regionaler und kommunaler Ebene erfolgen. Das Handlungskonzept soll alle Projektpartner und damit drei entscheidende Ebenen der räumlichen Planung (Region, Landkreis, Gemeinde) einbinden. Die Projektpartner wollen:

  • Ein gemeinsames Problemverständnis erarbeiten,
  • Anpassungsstrategien entwickeln und koordiniert umsetzen
  • Bewusstsein bilden und Entscheidungsträger sowie die Öffentlichkeit sensibilisieren

Die Projektpartner möchten hierzu einen breiten Diskurs mit weiteren Akteuren aus der Modellregion vorbereiten und durchführen. Zentrale Bausteine des Projektes sind zwei parallele Workshopreihen zu den Themenfeldern „Siedlungsklima, Hochwasser“ sowie „Tourismus, Naturschutz, Forst- und  Landwirtschaft“. In den Workshops werden Möglichkeiten zur Anpassung gemeinsam mit Fachleuten aus  den Kommunen und Fachbehörden erarbeitet.

Workshopdokumentationen:

Workshop „Siedlungsklima, Hochwasser“ [pdf]

Workshop „Land- und Forstwirtschaft“ [pdf]

Workshop „Naturschutz und Tourismus“ [in Bearbeitung]

Weitere Ergebnisse

Weitere Projektbausteine werden ein Klimagutachten zum Thema Durchlüftung und Wärmeinseln sowie ein auf Basis der Workshops erstellter Maßnahmenkatalog sein. Die Ergebnisse werden entsprechend dem Projektfortschritt auf dieser Internetseite publiziert. Die Präsentationen der Abschlussveranstaltung finden Sie hier.

Kontakt:

Verbandsdirektor Dirk Büscher
Regionalverband Nordschwarzwald
Habermehlstraße 20
75172 Pforzheim
Telefon: 07231-14784-11
E-Mail: planung(at)nordschwarzwald-region.de

Stellv. Verbandsdirektor Dr. Sebastian Wilske
Regionalverband Mittlerer Oberrhein
Baumeisterstrasse 2
76137 Karlsruhe
Telefon: +49 721 35502 0
E-Mail: rvmo(at)region-karlsruhe.de

Gefördert als Modellvorhaben der Raumordnung durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung und das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

 

 

 

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