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Bestand. Auf einer Fläche von 2.137 Quadratkilometern (6 % der Landesfläche von Baden-Württemberg) leben etwas über 1 Million Menschen. Allein der Landkreis Karlsruhe zählt 432.000 Einwohner, von denen zwei Drittel im Stadtkreis Karlsruhe gemeldet sind. Im Landkreis Rastatt sind es 227.000 und der Stadtkreis Baden-Baden kommt auf eine Bevölkerungszahl von knapp 55.000. (Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stand 2008)
Entwicklung. Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg rechnet für die Region Mittlerer Oberrhein im Jahr 2013 mit dem Höchststand von rund 1.003.500 Einwohnern (Wanderungen mitgerechnet). Die Anzahl der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren nehme bereits heute ab. Während im Jahr 2006 noch 17,4 Prozent der Einwohner in der Region zu dieser Gruppe gezählt hätten, rechnen die Statistiker im Jahr 2025 mit nur noch 14,6 Prozent. Genau umgekehrt soll es sich bei den Senioren verhalten. Der Anteil der 65-jährigen und älteren soll im selben Zeitraum um fünf Prozent auf fast ein Viertel (24,6%) der Bevölkerung steigen.
Konsequenzen. Die Kommunen müssen sich bereits heute auf die demografischen Entwicklungen einstellen. Gefragt sind einerseits vermehrt Angebote für die älteren Bürgerinnen und Bürger. Andererseits sollten Möglichkeiten der (Klein-)Kinderbetreuung, Bildung und Freizeit angeboten werden, um im verschärften Wettbewerb um junge Familien mithalten zu können. Die Ausweisung von Neubaugebieten kann keine alleinige Lösung sein, auch aufgrund des Rückgangs der Zahl der Einwohner im "Bauherrenalter" zwischen 35 und 45 Jahren.
Die Kosten für die Infrastrukturangebote werden künftig auf weniger Schultern verteilt. Die Region und die Kommunen werden besonders durch die Folgekosten gefordert sein, die der Erhalt des öffentlichen Personennahverkehrs und der Straßen sowie der Strom- und Wasserversorgung oder die Erweiterung sozialer Infrastruktureinrichtungen wie zum Beispiel Altersheime mit sich bringen wird. Gefragt sind interkommunale und regionale Lösungen.

