Am 7.12.2016 fasste die Verbandsversammlung des Regionalverbandes im Bürgerhaus in Elchesheim mit deutlicher Mehrheit den Aufstellungsbeschluss für den Regionalplan 2020. Damit beauftragten sie die Verbandsverwaltung mit der Durchführung des auf vier Jahre angelegten Verfahrens und der Umsetzung von vorbereitenden Arbeiten, wie zum Beispiel der Siedlungsstudie und des Landschaftsrahmenplanes. „Der künftige Regionalplan soll zeitgemäße planerische Antworten auf vorhandene sowie sich abzeichnende Herausforderungen in unserer Region geben“, erläuterte Verbandsdirektor Gerd Hager, „wozu der Klimawandel genauso gehört wie die Wohnraumsituation oder die Umsetzung des Bundesverkehrswegeplans“. Der nach wie vor gültige Regionalplan wurde im Jahr 2002 beschlossen und ein Jahr später genehmigt. Dessen Planungsgrundlagen seien inzwischen jedoch fast zwei Jahrzehnte alt, wie es aus dem Gremium hieß. Entsprechend groß war der Zuspruch für die Gesamtfortschreibung des „Grundgesetzes“ des Bauens in der Region Mittlerer Oberrhein. In einigen Themenfeldern seien die Planungen zwischenzeitlich bereits aktualisiert. Demnach würden Teilfortschreibungen zur Windenergie, zum Einzelhandel, zur Fotovoltaik und zu den Oberflächennahen Rohstoffen vorliegen.

Im nächsten Schritt sollen bereits begonnene Vorarbeiten für die Bereiche Siedlung, Infrastruktur und Freiraum fortgeführt und zusammen mit den Teilfortschreibungen zu einem Gesamtkonzept zusammengeführt werden. Dieses bilde die Grundlage für die informelle Abstimmung mit den Kommunen und Fachbehörden und münde in den Anhörungsentwurf. Die Offenlage dieses Planentwurfes und die Einarbeitung der Ergebnisse seien für das Jahr 2019 vorgesehen. Ende 2020 könne der neue Regionalplan den Gremien für den Satzungsbeschluss vorgelegt werden, so der Zeitplan der Verbandsverwaltung.

Der Regionalplan 2020 soll die sozialen und wirtschaftlichen Ansprüche an den Raum mit seinen ökologischen Funktionen in Einklang bringen und sie zu einer dauerhaften, großräumig ausgewogenen Ordnung zusammenführen. „Er profiliert die Region Karlsruhe als sympathischen, dynamischen Wirtschafts- und Lebensraum mit einer Spitzenstellung in Baden-Württemberg“, so Hager.