Reinhard-Baumeister-Preis 2013

Nachwuchswissenschaftler waren im Jahr 2013 aufgerufen, ihre Arbeiten zum Thema „Flächen sparen“ einzureichen. 

Hier gelangen Sie zu den Ausschreibungsunterlagen 2013 und der näheren Beschreibung des Themas.

Preisverleihung 2013

Foto: Andrea Fabry

Den ersten Preis erhielt Herr Bernd Droste von der Technischen Universität Dortmund für seine Arbeit „Entwicklung einer GIS-gestützten Methode zur Bewertung der Infrastrukturversorgung bei der Ausweisung von allgemeinen Siedlungsbereichen in der Planungsregion Düsseldorf“. 

Die Jury lobte seine Arbeit als innovativen Vorschlag für einen rationalen Entscheidungsprozess bei der Auswahl von neuen Siedlungsflächen in der Regionalplanung, und das Ganze im Dialog mit den Kommunen. Der Autor verbinde die Themen Siedlungsentwicklung und Infrastrukturversorgung mit einem wissenschaftlich fundierten, laut Jury originell umgesetzten und gut in den täglichen Gebrauch der Träger der Regionalplanung integrierbaren Ansatz. 

Der zweite Preis ging an Frau Kirsten Janson für ihre Arbeit „Kosten-Nutzen-Prüfungen zur Steuerung der Wohnbauflächenentwicklung?“, die an der Technischen Universität Kaiserslautern entstanden ist.

Die Jury beeindruckte an der Arbeit vor allem die fundierte Bestimmung des besten planerischen Interventionspunktes für den Einsatz ökonomischer Instrumente. Hierbei zeichnen sich die Überlegungen der Autorin dadurch aus, dass sie einerseits die Notwendigkeiten und Möglichkeiten des planerischen Alltags im Blick behält, andererseits aber auch die verfassungsrechtlichen Grenzen des Einsatzes wirtschaftswissenschaftlicher Instrumente bei der Bauleitplanung.

Foto: Andrea Fabry
Foto: Andrea Fabry

Eine Anerkennung erhielt Herr Dmytro Udodenko für seine Studie „Monitoring Flächenverbrauch: planerisch ungesteuerter Zuwachs im Außenbereich“.

Die Projektarbeit hat der Student der Regionalwissenschaften am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in den Jahren 2012 und 2013 erstellt. Die aufwändige Recherche von Herrn Udodenko liefert nach Ansicht der Juroren quantitative Anhaltspunkte für die Abschätzung des schleichenden Zersiedlungsprozesses im Außen-bereich. Sie ergänze damit die Vielzahl von Studien zur Flächeninanspruchnahme, die meist nur die förmlichen Planungsabläufe einbeziehen, um einen Blick auf die ungesteuerte Zersiedlung des Außenbereichs, „die kleine Münze“ des Flächenverbrauchs.