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„60 Jahre Kunstfreiheit“: Eine Initiative der TechnologieRegion Karlsruhe und ihren Partnern

TechnologieRegion Karlsruhe. „Dass sich über Kunst trefflich streiten lässt, ist allgemein bekannt. Dass solche Kontroversen zuweilen bis vor das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gelangen, führt uns immer wieder den hohen Wert, aber auch die Grenzen der Kunstfreiheit vor Augen“ erläutert der Vorsitzende der TechnologieRegion Karlsruhe, Oberbürgermeister Heinz Fenrich. Aus Anlass des sechzigsten Jahrestages des Grundgesetzes beleuchtet die KulturRegion Karlsruhe eine der „Grundfreiheiten“ mit einer eigenen Veranstaltungsreihe. „Mit unserer Initiative 60 Jahre Kunstfreiheit möchten wir an den verfassten Liberalismus erinnern, auf dem die Vielfalt unserer Kulturszene aufbaut. Nicht zuletzt trägt diese zum großen Erfolg unserer Wirtschafts- und Forschungsregion bei“, ergänzt Josef Offele. Als Vorsitzender der Kulturkonferenz der TechnologieRegion Karlsruhe hat er für die Idee bei den regionalen Kulturinstitutionen geworben. Gemeinsam mit ihnen wird das Thema „Kunstfreiheit“ in den nächsten Monaten aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Startschuss ist am Freitag (22.05.) im Theater Baden-Baden mit einer Diskussionsrunde im Anschluss an die Aufführung „Das Maß der Dinge“. Die Reihe setzt sich am Wochenende fort, mit Szenen und Gesprächen im Umfeld von Theateraufführungen im Badischen Staatstheater in Karlsruhe (23.05.) und im Bürgerzentrum in Bruchsal (24.05.). Die Karlsruher Kinemathek zeigt ab Mai ausgewählte Filme mit der „Brille der Kunstfreiheit“. In den Sommermonaten folgen Ausstellungen mit Diskussionen in Ettlingen, in Baden-Baden und im Audimax der Universität Karlsruhe. Auf dem Campus hat das Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft am 7. Juli eine Gesprächsrunde mit namhaften Vertretern der lokalen und überregionalen Kulturszene organisiert. Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe bietet spezielle Führungen und Angebote für Familien und die Akademie Schloss Rotenfels lädt zusammen mit der Stadt Gaggenau zum Dialog mit dem Bildhauer Eberhard Eckerle ein. Das Herbstprogramm beginnt mit einer Führung im Kreisarchiv des Landkreises Rastatt mit Schwerpunkt Otto Laible – Professor und stellvertretender Rektor der Karlsruher Kunstakademie (24.09.). Im Karlsruher Literaturmuseum thematisiert ein Vortrag die Spannung zwischen Freiheit der Kunst und Persönlichkeitsrechten. Ein Symposium im Zentrum für Kunst und Medientechnologie befasst sich mit der „Freiheit der Kunst im digitalen Zeitalter“ (22./23.10.). „Unzensiert“ lautet der Titel einer Ausstellung des Kunstkreises Karlsdorf-Neuthard (8. und 15.10.). Das offizielle Finale der Initiative 60 Jahre Kunstfreiheit wird im Oktober in Karlsruhe stattfinden.

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