PresseInformation Nr. 1

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Daimler-Presswerk in Kuppenheim:

Regionalplanänderung läuft an

Daimler-Presswerk in Kuppenheim:
Regionalplanänderung läuft an

Karlsruhe. „Mit der Entscheidung zum Bau des Presswerkes in Kuppenheim setzt der Daimler-Konzern gerade in diesen unsicheren Zeiten ein wichtiges Zeichen für die Menschen in unserer Region“, freut sich Gerd Hager, der Direktor des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein. Nun könne auch das Verfahren zur erforderlichen Regionalplanänderung anlaufen. Damit werde eine Neuordnung der Eingangssituation im vorderen Murgtal angestoßen, so der Karlsruher Raumordnungsverband. Denn der Industrieneubau soll im Anschluss an ein bestehendes Gewerbegebiet nördlich von Kuppenheim entstehen. Im Regionalplan aus dem Jahr 2003 ist dort eine Freihaltetrasse für eine B 3-Umgehung eingezeichnet. Diese muss jetzt nach Norden verlegt werden. Als Ausgleich für das neue Gewerbegebiet hat sich Kuppenheim im Vorfeld vertraglich bereit erklärt, auf bereits im Regionalplan ausgewiesene gewerbliche Bauflächen zu verzichten. Dieser östlich vom künftigen Presswerk gelegene Bereich soll in eine Grünzäsur umgewandelt werden, in der nicht gebaut werden darf.

Die Ansiedlung dieses regionalbedeutsamen Industriebaus ist Anlass dafür, die beengte Situation für Gewerbeflächen, Siedlungs- und Freiräume im Bereich der Murgtalpforte neu zu ordnen, so der Regionalverband. Das geplante Gewerbegebiet sei nicht nur für das Presswerk und den städtischen Eigenbedarf an Gewerbeflächen vorgesehen. In einem raumordnerischen Vertrag zwischen der Stadt Kuppenheim, dem Nachbarschaftsverband Bischweier-Kuppenheim und dem Regionalverband wurde vereinbart, dass die weiteren Flächen als interkommunales Gewerbegebiet entwickelt werden sollen. „Wir hoffen, dass der große Erfolg bei der Gewerbeansiedlung den entscheidenden Impuls für ein interkommunales Gewerbeflächenmanagement gibt. Der Regionalverband schafft dafür die planerischen Voraussetzungen“, kommentiert Gerd Hager.

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