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PresseInformation Nr. 10

Erste Radschnellverbindung geht auf Kosten des Landes

Stuttgart/Karlsruhe. Wer übernimmt die Kosten für mögliche Radschnellverbindungen? Um diese zentrale Frage drehte sich am 2. Mai eine Veranstaltung in Stuttgart, zu der das baden-württembergische Verkehrsministerium auch den Regionalverband Mittlerer Oberrhein eingeladen hatte. „Jetzt kennen wir Ross und Reiter. Damit rückt die erste Radschnellverbindung in der Region ein Stück näher", freute sich der Vorsitzende des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein, Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. Die Rede ist dabei von den Strecken Ettlingen-Karlsruhe sowie Karlsruhe-Rastatt, die laut der jüngst veröffentlichten Machbarkeitsstudie „Radschnellverbindungen in der Region Mittlerer Oberrhein" die größten Potenziale bergen. „Damit sind wir mit zwei von vier Routen des Landes dabei, die planerisch angegangen werden sollen", erklärte Verbandsdirektor Gerd Hager, der vor Ort war. 

Da der Radverkehr in der Zukunft eine noch größere Rolle spielen wird, spricht sich der Vorsitzende des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein, Landrat Dr. Christoph Schnaudigel dafür aus, sich zukünftig beim Ausbau des Radverkehrsnetzes nicht nur auf die Radschnellverbindungen zu konzentrieren. Mindestens genauso wichtig, so Dr. Schnaudigel, sei, „dass sich Stadt- und Landkreise in der Region auf eine abgestimmte Radverkehrsstrategie verständigen, die dazu beitragen kann, den Radverkehr weiter voranbringen."

Hintergrund der sogenannten „Impulsveranstaltung Radschnellverbindungen Baden-Württemberg" war die Novellierung des Straßengesetzes am 30. Januar 2019. Demnach sind Radschnellverbindungen in Baden-Württemberg nicht nur in Baulast von Städten und Gemeinden, sondern künftig auch in Baulast der Landkreise und des Landes rechtlich möglich. Dieses möchte bis zum Jahr 2025 sieben weitere Radschnellverbindungen realisieren. „Zwei davon sollen bei uns in der Region in Angriff genommen werden. Die Qualität unserer regionalen Machbarkeitsstudie hat in Stuttgart gepunktet", ergänzt Gerd Hager. Außerdem begrüßte er die Finanzierungsquoten von zunächst 75% BUND, 12,5% Land und 12,5% Kommunen bei den kommunal finanzierten Streckenanteilen.

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