PresseInformation Nr. 11

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Planungsverbände der Regionen Mittlerer Oberrhein und Rhein-Neckar vertiefen ihre Zusammenarbeit

Planungsverbände der Regionen Mittlerer Oberrhein und Rhein-Neckar vertiefen ihre Zusammenarbeit

Mannheim/Karlsruhe. Was im Juni 2008 mit der feierlichen Unterzeichnung der Kooperations-vereinbarung zwischen dem Regionalverband Mittlerer Oberrhein und dem Verband Region Rhein-Neckar in Germersheim begann, fand gestern (25.03.09) in großer Runde seine Fortsetzung mit konkreten Inhalten. Im Stadthaus in Mannheim erörterte der gemeinsame Ausschuss der benachbarten Regionen die aktuellen Planungen und Projekte. „Unser Ziel ist es nach wie vor, die für beide Seiten wichtigen und verbindenden Themen der Raumordnung und Regionalentwicklung regelmäßig abzustimmen“, betonte der Vorsitzende des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein, Josef Offele.

In ihrer Einführung verwiesen die Verbandsdirektoren der beiden Planungsverbände, Dr. Gerd Hager aus Karlsruhe und Stefan Dallinger aus Mannheim, auf den langjährigen, bewährten Dialog zwischen den Nachbarn am Oberrhein. „Diese Tradition möchten wir in dieser neuen Zusammensetzung pflegen und weiterentwickeln“, so der Tenor der Verwaltungschefs.

Konkret ging es unter anderem um die zweite Rheinbrücke bei Karlsruhe/Wörth. „Die große Mehrheit des gestrigen Forums sprach sich für die dringende Realisierung der zusätzlichen Brücke aus“, berichtete Verbandsdirektor Gerd Hager. Vertreter beider Rheinseiten hätten die Bedeutung der Verkehrsverbindung für den Wirtschaftsraum Karlsruhe hervorgehoben. Ein weiterer Punkt der Tagesordnung war die Kooperation zwischen der Metropolregion Rhein-Neckar und der TechnologieRegion Karlsruhe, die ebenfalls im Juni 2008 auf den Weg gebracht wurde. Hier konnten die Vertreter beider Gesellschaften bereits greifbare Ergebnisse und Kooperationserfolge vorweisen, zum Bespiel das Netzwerk „nanovalley.eu“. Der gemeinsame Planungsausschuss empfahl als weitere Kooperationsfelder die verbindenden Themen Klima und Energie, Hochwasserschutz sowie Öffentlicher Nahverkehr.

Die Verbandsdirektoren informierten ferner über die gemeinsamen Aktivitäten zu den europäischen Schienenstrecken „Nord-Süd-Transversale“ Rotterdam-Genua sowie „Ost-West-Magistrale“ Paris-Budapest. Beide Regionen liegen an der Kreuzung der beiden Korridore. Einerseits profitieren sie wirtschaftlich davon, müssen andererseits aber auch konstruktiv den Herausforderungen wie dem Schienenlärm begegnen.

Auch der Planungsausschussvorsitzende vom Verband Region Rhein-Neckar, Bürgermeister Christian Specht, unterstrich die Bedeutung des neuen „Tandems“. „Für uns ist der Regionalverband Mittlerer Oberrhein ein wichtiger Partner in Projekten wie dem Hochwasserschutz, der Verkehrsinfrastruktur und in einer Zusammenarbeit mit den Hochschulen. Eine Vertiefung dieser Zusammenarbeit ist deshalb absolut notwendig.“

Abschließend hatten die Ausschussmitglieder Gelegenheit sich über die neue Freizeitkarte Nordbaden/Vorderpfalz zu informieren, die gemeinsam von der TechnologieRegion Karlsruhe, der Metropolregion Rhein-Neckar und dem ADAC herausgegeben wurde.

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