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PresseInformation Nr. 14

Perle der klassischen Moderne

Veranstaltung mit dem Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört

Karlsruhe. Auf der Rheininsel Rappenwört in Karlsruhe fand heute eine Lehrveranstaltung exklusiv für junge Kunstinteressierte statt. Auf Einladung des dortigen Naturschutzzentrums und des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein bot eingangs der promovierte Architekturhistoriker Ulrich Maximilian Schumann die fachliche Inspiration für einen Zeichenworkshop zum Thema ‚Bauhaus trifft Natur‘. „Das Thema war naheliegend. Unser Gebäude wurde vor 90 Jahren im Bauhausstil erbaut und liegt mitten im badischen Dschungel – eine Perle der klassischen Moderne umgeben von ehemaligem Auwald“, erklärte der Geschäftsführer des Naturschutzzentrums Andreas Wolf nicht ohne Stolz. Der konkrete Anlass sei das hundertjährige Bauhausjubiläum gewesen, das dieses Jahr bundesweit mit internationaler Strahlkraft begangen wird.

Das heutige Publikum vom Rüppurrer Max-Planck-Gymnasium und von der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe ließ zunächst die Ausführungen von Schumann über die Bauhausbewegung der 1920er Jahre auf sich wirken. An zahlreichen Bauten aus ganz Europa konnte er mit Blick auf das Workshop-Thema aufzeigen, wie mit Stilelementen der Bauhausarchitektur bewusst Verbindungen zwischen Baukörper und umgebender Natur angestrebt wurden. Im Anschluss sollte sich diese Architektursprache erwartungsgemäß auch am realen Beispiel, dem´Naturschutzzentrum Rappenwört‘, entdecken lassen. Dazu bewaffneten sich die Workshop-Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Papier, Farben und Pinsel oder Kreide und skizzierten aus ihrer persönlichen Perspektive bei strahlendem Sonnenschein das Wechselspiel zwischen Auwald und Bauobjekt. Die entstandenen Arbeiten sind laut Geschäftsführer Wolf voraussichtlich ab dem Tag des offenen Denkmals am 8. September bis zum Tag der offenen Tür am 22. September im Naturschutzzentrum zu sehen. „Unser gemeinsames grenzüberschreitendes Engagement hat bereits Tradition“, ergänzte Verbandsdirektor Gerd Hager. „Die heutige Veranstaltung hat gezeigt, dass auch Baukultur das gemeinsame europäische Erbe mitbestimmt“.

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