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PresseInformation Nr. 17

Regionalplan 2020 wohl ohne Nordtangente

Karlsruhe. Wenn es nach der Mehrheit im heutigen Planungsausschuss des Regionalverbandes geht, soll bei der Aktualisierung des Regionalplans die Freihaltetrasse für eine Nordtangente größtenteils entfallen. Verbleiben soll die Querspange zwischen B36 und der geplanten 2. Rheinbrücke. Diese Empfehlung hat der Ausschuss an die Verbandsversammlung gerichtet, die letztlich über die Fortschreibung entscheiden wird. In deren Auftrag hatte die Verwaltung des Regionalverbandes zuletzt rund 30 Träger öffentlicher Belange um Stellungnahme zu diesem Sachverhalt gebeten. Die Ergebnisse haben überwiegend dem heutigen Beschluss im Planungsausschuss entsprochen.

Die Nordtangente Karlsruhe ist seit Jahrzehnten Gegenstand von Diskussionen. Im Jahr 2016 hat der Bund als Träger eines solchen Straßenbauvorhabens die durchgehende  Trasse im Norden von Karlsruhe jedoch nicht mehr in den neuen „Bundesverkehrswegeplan 2030“ übernommen. An diesen aktuellen Planungsstand soll nun nach dem Beschluss des Planungsausschusses die Raumnutzungskarte des Regionalplans Mittlerer Oberrhein angepasst werden, vorausgesetzt die Verbandsversammlung folgt dieser Empfehlung. Weiter enthalten wären hingegen die vom Bund nach wie vor verfolgten Projekte „2. Rheinbrücke“ und „Querspange zur B36“. Für letztere stellt der Regionalverband künftig nördlich Knielingen zwei Alternativrouten dar, entsprechend den aktuellen Planungsüberlegungen des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Von der Ostseite an der A5 ausgehend sollen die Darstellungen an den aktuellen Realisierungsstand und die Planungen der Stadt Karlsruhe zwischen Rintheim und Hagsfeld angepasst werden. „Mit der Aktualisierung der Raumnutzungskarte wird der Regionalplan dann auch den aktuellen Stand der Infrastrukturplanung im Herzen der Region wiederspiegeln.“ fasst Verbandsdirektor Gerd Hager das Ergebnis zusammen.

Anlage: Ausschnitte aus der Raumnutzungskarte

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