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PresseInformation Nr. 21

Großes Interesse am LRP

Gewitterfront aus Malsch ...

 

 

 

 

Großes Interesse am Landschaftsrahmenplan

Gewitterfront aus Malsch gegen die Windenergie

Karlsruhe. Über das große Interesse am Landschaftsrahmenplan freut sich der Regionalverband Mittlerer Oberrhein. Der Gemeinderat in Malsch hat sich diese Woche eingehend mit dem naturschutzrechtlichen Fachbeitrag, dem Landschaftsrahmenplan (LRP),  beschäftigt. Gleichzeitig gehen pro Tag derzeit zirka 100 Stellungnahmen im Haus der Region ein.

Allerdings sieht sich der Regionalverband veranlasst, einige Aussagen aus der Sitzung richtig zu stellen. Bei einer zweiten Anhörung der Gemeinden, die sich nur noch auf die Änderungen gegenüber der ersten Offenlage beschränken soll, erscheint eine Frist von einem Monat durchaus angemessen. Gerade vor den weitverbreiteten Klagen von Kommunen über zu lange Verfahrensdauern sei die Kritik an der Ein-Monats-Frist bemerkenswert.

Gänzlich falsch sei die Behauptung, dass bisher kein Landschaftsrahmenplan für den Raum zwischen Kronau und Bühl existiere, so der Regionalverband. Der vorhandene LRP stammt aus den späten 1980er Jahren und wird nun rundum überarbeitet. Fachliche Grundlagenwerke zum Landschaftsschutz haben eine lange Laufzeit.

 

Bei der Windkraftplanung des RVMO, die auch die Gemeinde Malsch betreffe, seien die aktuellen Daten selbstverständlich neu erhoben worden. Zur Windkraftplanung liegt eine selbständige Umweltprüfung vor. Bei der Bewertung des Landschaftsbildes hat der Regionalverband eine andere Vorgehensweise gewählt, als von der Gemeinde gewünscht. Als übergeordneter Planungsträger, der die Gebiete von ca. 60 Gemeinden beplant, wählt die Region ein gröberes Raster, eine größere Körnigkeit. Nicht alles, was in einer Gemeinde einmalig und wichtig ist, kommt auch in der Region nur einmal vor oder hat regionale Bedeutung, etwa beim Landschaftsbild.

 

Wichtig sei, dass die Öffentlichkeit sich einen Monat (nicht, wie berichtet, 4 Wochen) äußern konnte. Die Frist läuft bis zum 29.07.2019. Bis dahin sind wir gespannt auf die Informationen und Argumente zu der regionalen Bestandsaufnahme der Landschaft, so Gerd Hager, der Direktor des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein. Im Herbst 2019 werden sich die neugewählten Gremien mit dem LRP beschäftigen, der am Jahresende von der Verbandsversammlung der Region Karlsruhe beschlossen werden soll.

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