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Foto: temprbO; pixabay.com

PresseInformation Nr. 24

Möbelhausansiedlung in Rastatt: Regionalplanerische Vereinbarung vorbildlich umgesetzt

Karlsruhe/Rastatt. Regionalplanerisch ist der Boden für den neuen Möbeleinrichtungsmarkt im Rastatter Gewerbegebiet an der Autobahn nun bereitet. Die Stadt hat inzwischen alle Punkte aus dem sogenannten Raumordnerischen Vertrag umgesetzt. „Mit der Anpassung der dortigen Bebauungspläne an die Ziele der Raumordnung erwarten wir eine Stärkung der Innenstädte von Rastatt und der umliegenden Mittelzentren. Zugleich wird der neue Möbelmarkt eine Angebotslücke im südlichen Verbandsgebiet schließen“, erläutert der Direktor des Regionalverbandes Gerd Hager. Der im Frühjahr 2015 unterzeichnete Rastatter Vertrag knüpft an eine vergleichbare öffentlich-rechtliche Vereinbarung an, die in Baden-Baden ein Möbeleinrichtungshaus planerisch möglich machte. Darin werden, wie im Vorgängervertrag, die benachbarten Mittelbereiche Baden-Baden, Bühl, Gaggenau mit Gernsbach und Rastatt planerisch als gemeinsamer Versorgungsraum für Möbel und Einrichtungsgegenstände betrachtet.

Bei der Umsetzung der Vereinbarung hat der Regionalverband im engen Austausch mit der Barockstadt gestanden. „Wir danken der Stadt Rastatt für die stets konstruktive Zusammenarbeit und die schnelle Vertragsumsetzung. Im Rahmen unseres Projekts Handelsmonitor Oberrhein werden wir Rastatt als beispielgebend für die Bauleitplanung zur Einzelhandelssteuerung darstellen“, lobt Gerd Hager.

Das Gebiet für die Neuansiedlung des Möbeleinrichtungshauses ist laut Regionalplan als Ergänzungsstandort für den großflächigen Einzelhandel zulässig. Demnach können dort größere Märke mit Sortimenten wie zum Beispiel Möbel, Baustoffe oder Gartenbedarf angesiedelt werden. Typische Sortimente der Stadtzentren wie Bekleidung oder Deko-Artikel sind an solchen Ergänzungsstandorten jedoch auf geringe Verkaufsflächen beschränkt. Das soll den Innenstadthandel in Rastatt und seinen Umlandgemeinden stärken. „Dennoch hätte die Ansiedlung von weiteren Märkten zur Nahversorgung oder mit innenstadttypischen Artikeln im Umfeld des neuen Möbelmarktes eine Sogwirkung entfalten können“, erklärt Hager. „Die Änderung der dort bestehenden Bebauungspläne schließt solche Nutzungen jetzt jedoch größtenteils aus und sichert gleichzeitig  das Industrie- und Gewerbegebiet als solches, beispielsweise für die Verlagerung oder Vergrößerung von traditionellen Rastatter Unternehmen.“

Anlage: Karte

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