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PresseInformation Nr. 31

Region fordert Gleichbehandlung bei Radschnellwegen

Karlsruhe. In einem Schreiben an Verkehrsminister Winfried Hermann fordert der Vorsitzende des Regionalverbandes eine Gleichbehandlung beim Thema Radschnellwege. Im Kern geht es Landrat Dr. Christoph Schnaudigel darum, dass die Baulast für mögliche Radschnellwegeverbindungen generell vom Land Baden-Württemberg übernommen werden sollte. In Nordrhein-Westfalen sei das bereits gängige Praxis, erläutert Verbandsdirektor Gerd Hager. So sorge dort das Land für Planung, Bau, Betrieb und die Unterhaltung dieser speziellen Radstrecken.

Anlass für diesen Appell war eine Pressemeldung des Landes Mitte Juli. Darin gab das Verkehrsministerium bekannt, Planung, Bau und die weitere Betreuung von drei Pilotstrecken zwischen Heidelberg und Mannheim, Heilbronn und Bad Wimpfen sowie Esslingen und Stuttgart zu übernehmen. Weitere solcher „Landesstrecken“ solle es laut Pressemitteilung jedoch nicht geben. Möglich sei aber eine Unterstützung der kommunalen und regionalen Träger bei der Umsetzung weiteren Verbindungen.

In der jüngsten Sitzung (26.07.) der Regionalverbandsversammlung im Landratsamt Rastatt zeigte sich Landrat Jürgen Bäuerle über diese Landesinitiative erstaunt, zumal im Haus der Region derzeit noch die offizielle Förderzusage für eine Machbarkeitsstudie erwartet wird. Die Feststellung dieser Ungleichheit nahm die Verbandsversammlung zum Anlass, ihren Vorsitzenden um einen erneuten Appell an das Land zu bitten.

Darin begrüßt Landrat Dr. Christoph Schnaudigel nun einerseits das hohe Umsetzungstempo. Andererseits soll das Land „prüfen, ob nicht auch in unserer Region möglichst bald mit der Planung eines Radschnellweges in der Trägerschaft des Landes Baden-Württemberg begonnen werden kann“. Denn die Region Mittlerer Oberrhein biete ebenfalls hervorragende Voraussetzungen für den Bau solcher Radstrecken.

Der Regionalverband hat Anfang Juli für drei Routen einen Förderantrag zur Erstellung einer Machbarkeitsstudie beim Regierungspräsidium Karlsruhe eingereicht. Dabei handelt es sich um Strecken, die sternförmig von Karlsruhe nach Ettlingen, Bruchsal, Leopoldshafen, Bühl sowie Pfinztal und Wörth verlaufen. Die Auftragsvergabe an einen Dienstleister ist für Herbst 2017 vorgesehen und erfolgt in Kooperation mit den Partnern aus den Stadt- und Landkreisen, sobald der Förderbescheid vorliegt. 

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