PresseInformation Nr. 4

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Regionalplanänderung für Möbelmarkt

Regionalplanänderung für Möbelmarkt

Karlsruhe. In der gestrigen (04.02.09) Sitzung des Planungsausschusses hat ein geplanter Möbelmarkt in Karlsruhe die erste Hürde genommen. Denn das Vorhaben im Gewerbegebiet Storrenacker erfordert eine Änderung des Regionalplans aus dem Jahr 2003. Der künftige Standort muss als so genannter Ergänzungsstandort für den großflächigen Einzelhandel ausgewiesen werden. Die Mitglieder des Ausschusses stimmten am Mittwoch im Haus der Region einstimmig für die Einleitung des Verfahrens zur Planänderung. Zusätzlich sollen in einem Raumordnungsverfahren die Auswirkungen des neuen Möbelhauses vertiefend untersucht werden. Das Bauobjekt soll eine Verkaufsflächengröße von 20.000 Quadratmetern umfassen. Auf maximal 800 Quadratmeter dürfen zentrenrelevante Randsortimente wie zum Beispiel Haushaltswaren, Wohnaccessoires und Dekoartikel angeboten werden. Die Regionalräte begrüßten, dass nur ein kleiner Teil des Gewerbegebietes für den Einzelhandel reserviert wird. Der Rest dieser autobahnnahen „Bestfläche“ steht dem produzierenden Gewerbe zur Verfügung.

Nach der „Standortanalyse für den Möbeleinzelhandel im Oberzentrum Karlsruhe“ der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) vom August 2008 ist die Kaufkraftbindung der Stadt Karlsruhe im Möbeleinzelhandel als unterdurchschnittlich einzustufen. Die so genannte Zentralitätskennziffer für Möbel wird für Karlsruhe im GMA-Gutachten zwischen 110 und 115 angegeben und liegt damit deutlich unter den Werten zum Beispiel von Mannheim (160-170) oder Freiburg (170-180).  Daher besteht laut GMA noch Potenzial für zusätzliche Möbelgeschäfte. Im Gewerbegebiet Storrenacker befinden sich bereits ein Möbeldiscounter, zwei Baumärkte sowie mehrere Möbelspezialanbieter. Ein neuer Einrichtungsmarkt könne das vorhandene Angebot daher gut ergänzen. Nach den Vorgaben des Regionalverbandes sind neue Möbelhäuser nur in Ergänzungsstandorten für den großflächigen Einzelhandel zulässig. Dies sind vorwiegend Bereiche, in denen bereits ein hoher Einzelhandelsbestand außerhalb der Innenstädte und Stadtteilzentren vorhanden ist.

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