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PresseInformation Nr. 41

Freihaltetrasse für Karlsruher Nordtangente: ganz oder gar nicht

Karlsruhe. Die Stadt Karlsruhe hat beim Regionalverband die Herausnahme der Freihaltetrasse für die Nordtangente-West zwischen der B36 und Linkenheimer Landstraße/L605 aus dem Regionalplan beantragt. Damit hat sich gestern (11.10.) der Planungsausschuss des Regionalverbandes befasst. Eine endgültige Entscheidung dazu ist jedoch noch nicht gefallen.

Als Grund für ihren Streichungsantrag führt die Stadt Karlsruhe die Herausnahme der Nordtangente ausgehend vom Abschnitt B36/L605 bis einschließlich Nordtangente Ostteil aus dem Bundesverkehrswegeplan (BVWP) an. Der Bund sieht durch die Herausnahme für die entfallenden Abschnitte der Nordtangente keinen Bedarf mehr. „Wir erwarten von der Stadt Karlsruhe eine Positionierung zu den weiteren Teilabschnitten der Nordtangente und haben Sie daher um eine ergänzende Stellungnahme gebeten“, so Verbandsvorsitzender Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. Es handelt sich dabei konkret um den sogenannten Hardtwalddurchstich, der nicht mehr im BVWP enthalten ist, der zwischenzeitlich stattdessen verfolgte sogenannte „Hängebauch“ und die im Plan ebenfalls nicht mehr vorhandenen Abschnitte Theodor-Heuss-Allee/Haid-und-Neu-Straße so-wie Haid-und-Neu-Straße/Elfmorgenbruchstraße. Auch die Parallelführung zur bestehenden Rheinbrücke ist nicht mehr im BVWP enthalten und könnte daher auch aus dem Regionalplan herausgestrichen werden. „Wir möchten im Regionalplan kein Stückwerk haben“, so Verbandsdirektor Gerd Hager, „wenn dann müssten auch die anderen Abschnitte der Trasse für die Nordtangente konsequenterweise aus dem Regionalplan herausgenommen werden.“

Falls der Regionalverband entscheiden sollte, die Freihaltetrasse für die Nordtangente aus dem Regionalplan herauszunehmen, bedeute dies keinesfalls eine pauschale Freigabe der Fläche. „Für uns ist es selbstverständlich, dass die Herausnahme der Trasse kein Freibrief für eine Siedlungserweiterung in diesem Bereich ist“, so Schnaudigel.

Anlage: Auszug aus der Raumnutzungskarte des gültigen Regionalplans

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