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PresseInformation Nr. 42

Schienenverkehr auf die Überholspur gesetzt

Berlin/Karlsruhe. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat heute die Ergebnisse der Bewertungen zu den Maßnahmen des potenziellen Bedarfs aus dem Bundesverkehrswegeplan 2030 (BVWP) vorgestellt. Demnach ist die „Kurve Appenweier“ in den vordringlichen Bedarf des BVWP 2030 aufgerückt. „Der Ausbau der Appenweierer Kurve gleicht einem Brückenschlag, der nicht nur den Schienenverkehr zwischen Frankreich und Deutschland beschleunigen wird“, freut sich der Vorsitzende des Regionalverbandes Dr. Christoph Schnaudigel. Der Karlsruher Landrat hatte sich zudem in seiner Funktion als Vorsitzender der Kommission für Verkehr, Raumordnung und Katastrophenhilfe des Oberrheinrates für dieses Projekt eingesetzt.

Der Streckenabschnitt zwischen Appenweier und dem Rheinübergang bei Kehl spiele als leistungsfähiger und kreuzungsfreier Schnittpunkt des nord-südlich verlaufenden Rhein-Alpen-Korridors zwischen Rotterdam-Genua wie auch für den in West-Ost-Richtung verlaufenden Rhein-Donau-Korridor zwischen Paris und Budapest eine ganz entscheidende Rolle im transnationalen Schienenverkehr. „Dass die „Appenweierer Kurve bei der Bekanntgabe des Bundesverkehrswegeplans zunächst lediglich als Maßnahme des potenziellen Bedarfs eingestuft wurde, stieß angesichts der Bedeutung auf Unverständnis“, begründet der Landrat sein Engagement. Er dankt dem Bundesverkehrsministerium sowie den Bundestagsabgeordneten aus Baden-Württemberg, die sich für eine Höherstufung eingesetzt hatten.

Ferner begrüßt der Regionalverband Mittlerer Oberrhein die Aufnahme des „Knoten Mannheim“ mit verschiedenen Einzelmaßnahmen in den vordringlichen Bedarf. „Damit rückt die Planung des Schienenausbaus beziehungsweise Neubaus auch für unsere Region ein großes Stück näher“, erklärt Verbandsdirektor Gerd Hager. In diesem Zusammenhang sei man auch gespannt auf die Ergebnisse der Prüfung zur Wiederherstellung der Zweigleisigkeit auf der rheinquerenden Strecke zwischen Germersheim und Graben-Neudorf. „Wir werden diese Untersuchung aufmerksam mitverfolgen“, so Hager. Wichtig sei, dass der Schwung dieser für den europäischen Schienengüterverkehr so wichtigen Entscheidungen mitgenommen werde und sich die zuständigen Akteure rasch mit Planung und Realisierung befassen.

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