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PresseInformation Nr. 47

Entwicklung der Schienenstrecken

Regionalverband fordert größtmögliche Transparenz

Karlsruhe/Rastatt. Die Frage, wie es nach dem Vorliegen der so genannten Knotenstudie Mannheim nun im Bereich des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein weitergeht, beschäftigte gestern die Verbandsversammlung  bei ihrer Sitzung im Rastatter Landratsamt. „Wir stehen im engen Austausch mit der Bahn und werden offene Fragen zu Jahresbeginn mit Vertretern des Bundesverkehrsministeriums erörtern“, ließ Verbandsvorsitzender Dr. Christoph Schnaudigel die Mitglieder der Verbandsversammlung zu Beginn seiner Ausführungen wissen.

Er begrüßte, dass für den Streckenabschnitt Mannheim-Karlsruhe in der zweiten Jahreshälfte 2019 ein Beteiligungsforum starten soll, das die Deutsche Bahn  in Anlehnung an das bereits laufende Verfahren für den Abschnitt Frankfurt-Mannheim durchführen will. Er wolle jedoch wissen, wie sich der Bund konkret eine Öffentlichkeitsbeteiligung vorstellt und wie der von der Region eingeforderte Projektbeirat eingebunden wird. Der Regionalverband habe bereits dafür plädiert, dass der hiesigen Arbeitsgruppe Schienenverkehr dabei eine politische Beiratsfunktion zukommen sollte.

Beim letzten Treffen der AG Schienenverkehr Mitte November blieb unter anderem die Frage offen, warum der zweigleisige Ausbau der rheinquerenden Schienenstrecke Germersheim-Graben-Neudorf geprüft werden soll. „Wir möchten in Berlin wissen, welche Motive dafür zugrunde liegen“, so der Karlsruher Landrat. Ferner stelle sich nach wie vor die zentrale Frage, wie sich die Vorhabenträger die Entscheidungsfindung im Blick auf die Trassenwahl vorstellen. Vor dem Hintergrund der Rastatter Tunnel-Havarie soll im Bundesverkehrsministerium ferner die Forderung nach Redundanz im Schienennetz ein Gesprächsthema sein, die sich selbstverständlich auch auf den Aus- oder Neubau der Schienenverbindungen zwischen Mannheim und Karlsruhe bezieht. „Bei einem solchen Vorhaben möchten wir eine Hand mit am Ruder haben“, so der Verbandsvorsitzende abschließend.

Hintergrundinformationen:
Das nächste Treffen der Arbeitsgruppe Schienengüterverkehr ist für den 25. März vorgesehen. Diese AG hat sich bereits aus Anlass der Überarbeitung des Bundesverkehrswegeplans im Frühjahr 2015 zusammengefunden. Daran beteiligen sich unter Federführung des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein der Verband Region Rhein Neckar, die betroffenen Stadt- und Landkreise, Städte und Gemeinden, das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg sowie die Deutsche Bahn.

Das Bundesverkehrsministerium hat Anfang November 2018 zahlreiche Schienenverkehrsprojekte vorgestellt, die in den kommenden Jahren geplant und umgesetzt werden sollen. Dazu hat die Bundesbehörde 44 Projekte gutachterlich untersuchen lassen, darunter den Ausbau des Großknotens Mannheim (Knotenstudie Mannheim). Dies gilt als eine der Voraussetzungen für die weiteren Aus- bzw. Neubauplanungen Richtung Süden.

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