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PresseInformation Nr. 9

Mitwind für den Radverkehr in der Region

Karlsruhe. „Diese Woche bekommt der Radverkehr in der Region kräftigen Mitwind, noch dazu aus ganz unterschiedlichen Richtungen“, freut sich Verbandsdirektor Gerd Hager vom Regionalverband Mittlerer Oberrhein. So erhielt Karlsruhe gerade das Prädikat „Fahrradstadt Nummer eins in Deutschland“ und wird damit für seine langjährigen Bemühungen für den fahrradfreundlichen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur belohnt. „Wir hoffen, dass dieser Erfolg Ausstrahlungskraft in die Region hat und sich weitere Kommunen inspirieren lassen“. Motiviert in dieser Sache zeige sich derzeit eine Gemeinde aus dem Landkreis Rastatt, so Gerd Hager.

Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung zur Untersuchung von Radschnellverbindungen für die Region hat sich die Gemeinde Muggensturm für eine Radschnelltrasse Muggensturm-Malsch-Karlsruhe eingesetzt. „Das freut uns natürlich. Gleichzeitig möchten wir auf die Anforderungen verweisen, die das Straßengesetz Baden-Württemberg für Radschnellverbindungen vorsieht“ erklärt der Verbandsdirektor. So sei eine der Voraussetzungen für einen Radweg der obersten Kategorie seine regionale oder überregionale Verbindungsfunktion. Zum anderen müsse eine entsprechende Verkehrsnachfrage bestehen.

Die Verbindungsfunktion erfüllen beispielsweise Strecken zwischen Oberzentren und Mittelzentren. Im Süden der Region wäre das beispielsweise eine Radschnellverbindung zwischen Karlsruhe und Rastatt. Darüber hinaus müsse dort die Nutzerfrequenz bei über 2.500 Fahrten pro Tag liegen. Deshalb habe sich der Regionalverband bei seiner inzwischen abgeschlossenen Machbarkeitsstudie auf die Strecken mit den größten Potentialen konzentriert. Die untersuchten Abschnitte stammen im Kern aus der „Potentialanalyse für Baden-Württemberg“ des zuständigen Verkehrsministeriums. Der darin enthaltene Korridor Karlsruhe-Rastatt verlaufe jedoch weiter westlich über Durmersheim.

„Die Machbarkeitsstudie hat eindrücklich gezeigt, dass am Mittleren Oberrhein erhebliche Potentiale für die Radinfrastruktur vorhanden sind“, so Hager. „Da das Land bis zum Jahr 2025 zunächst zehn Radschnellverbindungen realisieren möchte, haben wir die Strecken mit herausragenden Verkehrszahlen ins Rennen geschickt“. Weitere Verbindungen mit guten Potentialen können das Kernnetz verbessern. Diese würden aber nicht den hohen Ausbaustandard eines Radhighway mit regelmäßig vier Meter Fahrbahnbreite und einem getrennten Gehweg benötigen.

Der Regionalverband schaut nun gespannt in die Landeshauptstadt, wo das Verkehrsministerium am 2. Mai 2019 eine Besprechung zum Thema Radschnellverbindungen angesetzt hat. Dort sollen weitere Informationen über den Ausbau der Fahrradinfrastruktur Baden-Württemberg gegeben werden.

Anlage: Karte

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