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Aus dem HAUS DER REGION

Fahrt ins Grüne und ins Graue

Fahrt ins Grüne und ins Graue

Die Region um Karlsruhe ist einem starken Siedlungsdruck ausgesetzt. Ihre Ortschaften und ihre Landschaften verändern sich dynamisch. Bei einer Fahrt ins Grüne und ins Graue informierte sich der Umweltbeirat der Evangelischen Landeskirche über die Besiedelung und die Zersiedelung unserer Heimat.  

Die Exkursion begann mit einem Frühstück am Stadtgarten, danach setzte sich die kleine Gruppe in die Stadtbahn vom Karlsruher Hauptbahnhof nach Hochstetten Endstation. 

Gerd Hager, der Direktor des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein und Mitglied des Umweltbeirats berichtete unterwegs von den langjährigen Trends und den aktuellen Neuigkeiten im Wohnungsbau und bei der Ansiedlung von Gewerbebetrieben. Seit dem Jahr 1841 hat sich die Bevölkerung beispielsweise in Eggenstein-Leopoldshafen um ca. 750 % vermehrt, während die Siedlungsfläche um mehr als 2.600 % zugelegt hat. Folge ist die sehr gut erfahrbare Zersiedlung der Rheinebene. Der fahrende Augenschein führte zur Stuttgarter Straße in Karlsruhe, zur Süd- und Südweststadt, dann nach Norden entlang des Alten Flugplatzes hin zur Grünzäsur zwischen der Nordstadt und Neureut.

Halte der Stadtbahn gab es dann im Neureuter Norden und die Fahrt wandte sich danach in Richtung des vielfach durchtrennten Freiraums zwischen Neureut und Eggenstein. In Eggenstein liegen große Baugebiete entlang der Stadtbahntrasse in Richtung Leopoldshafen, beispielsweise das Neubaugebiet Viermorgen III. Am Pfinzentlastungskanal verbleibt noch ein kleiner Freiraum in Richtung Leopoldshafen. 

Dann führt der Weg hinaus in die Feldflur, am Horizont ist schon Linkenheim-Süd zu erkennen. Entlang des Ortszentrums von Linkenheim schlängeln sich die Gleise um das Schulgelände und an verschiedene großflächige Einkaufsmärkte heran. Zwischen Linkenheim und Hochstetten entsteht das große Neubaugebiet Biegen und links abbiegend erreicht die Bahn dann die Endstation (Sehnsucht) in Hochstetten. 

Nach einer kleinen Pause ging es mit dem Tramtrain zurück und die Fahrt bot Zeit und Gelegenheit für Gespräche über die nähere Zukunft, den Vorrang der Innenentwicklung, Dichte als Chance, um Biodiversität und Bewahrung der Schöpfung, aber auch den Beitrag, den Kirche, Glaube und Spiritualität dazu leisten können. Die Gespräche sollen nun mit Experten fortgesetzt werden, im Herbst am Kamin in Karlsruhe und gewiss mit Erinnerungen an einen bewölkten, interessanten und bewegten Sommersamstag in den gelb-schwarzen Wagen des Karlsruher Verkehrsverbundes. 

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