PresseInformation Nr. 20

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Berlin genehmigt Regionales Modellvorhaben zum Klimawandel

Berlin genehmigt Regionales Modellvorhaben zum Klimawandel

Pforzheim/Karlsruhe. „Wir wollen mit Ihnen und den übrigen sieben Modellregionen in den nächsten drei Jahren Strategien zur Bewältigung des Klimawandels entwickeln und erproben, um daraus Erkenntnisse für die Raumordnungspolitik des Bundes zu gewinnen und zugleich auch anderen Regionen Anregungen für ihr Vorgehen zu geben.“

Diese Mitteilung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Wohnungswesen erreichte dieser Tage den Regionalverband Nordschwarzwald in Pforzheim. Die Kooperationspartner, bestehend aus den Regionalverbänden Nordschwarzwald und Mittlerer Oberrhein, dem Enzkreis, den Städten Pforzheim und Baden-Baden und der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW, Karlsruhe) sowie der Universität Stuttgart, zeigten sich hoch erfreut über diese gute Nachricht aus der Bundeshauptstadt. Ganz überraschend kam der Zuschlag dann doch nicht, „haben wir doch viel Mühe und Sachverstand in unseren Antrag gepackt“ stellte Verbandsdirektor Dirk Büscher (Nordschwarzwald) stellvertretend für die Kooperationspartner fest. Die „Doppelregion“ Nordschwarzwald - Mittlerer Oberrhein gehört damit neben der Region Stuttgart zu den beiden Raumschaften, die Baden-Württemberg innerhalb des Bundesgebietes bei dem zentralen Zukunftsthema Klimawandel vertreten.

Konkret heißt dies, dass zunächst die erwartenden Klimaveränderungen für den Nordschwarzwald, das Rheintal, den Kraichgau und die Gäue untersucht und aufgezeigt werden sollen.

„Wir werden uns anschließend damit auseinandersetzen, wie sich die laufenden Veränderungsprozesse im Klimageschehen auf unser Lebensumfeld, beispielsweise auf unsere Städte, die Landschaft oder den Tourismus auswirken werden“, kündigt Verbandsdirektor Gerd Hager (Mittlerer Oberrhein) an.

Fest steht, die unverkennbaren Veränderungsprozesse im Klimageschehen sind nicht nur für das Abschmelzen der Polkappen verantwortlich; gerade auch vor unserer eigenen Haustüre wird es deutliche Veränderungen geben. Auswirkungen im Bereich des Bioklimas werden sich unmittelbar auf das Wohlbefinden der Bevölkerung niederschlagen. So werden die Hitzetage ebenso weiter zunehmen wie die sogenannten Tropennächte, bei denen die Nachttemperatur nicht unter 20 Grad Celsius fällt. Insgesamt ist von unbeständigeren Wetterlagen auszugehen.

Die Fragen, wie wir als Gesellschaft mit den Klimaveränderungen umgehen und wie wir auf diese reagieren, stehen im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens. Gemeinsam mit den Kommunen, den Fachbehörden und der Öffentlichkeit wollen die Projektpartner ausloten, wie mit der künftigen Entwicklung der Siedlungen und Freiräume auf diese Veränderungen reagiert werden kann. Projektstart wird noch im Sommer dieses Jahres sein.

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