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PresseInformation Nr. 24

Untersuchungen für die Ausbau- bzw. Neubaustrecke zwischen Mannheim und Karlsruhe beginnen

Auf der Bahnstrecke zwischen Karlsruhe und Mannheim werden zusätzliche Kapazitäten, insbesondere im Schienengüterverkehr benötigt. Für dieses Projekt im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans beginnt nun die Planungsphase.

Die Deutsche Bahn unterrichtete in einer Presseinformation heute darüber, dass sie die ersten Planungsleistungen für die Ausbau- bzw. Neubaustrecke ausschreibt. Mit einer Machbarkeitsstudie sollen die Optionen für die zusätzlichen Schienenkapazitäten untersucht werden. Dabei wird die Bahn nicht nur den engeren Bereich der Kapazitätslücke betrachten, sondern einen weiteren Raum von der Anbindung an den Knoten Mannheim bis Karlsruhe. „Wir begrüßen ausdrücklich diese großräumige  Planungsperspektive der Bahn, die unserer Forderung nach einer breiten und ergebnisoffenen Variantendiskussion entspricht“ stellt der Verbandsvorsitzende des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein und Vorsitzende der so genannten „AG Schienengüterverkehr“ Landrat Dr. Schnaudigel fest. Ebenfalls vorbildlich sei das transparente Vorgehen der DB Netz AG. „Erst im Juni dieses Jahres stand die Bahn unseren Regionalräten Rede und Antwort zu diesem für die Region so wichtigen Projekt“ erinnert Dr. Schnaudigel.  

Gleichzeitig untersucht der Bund Maßnahmen innerhalb des Knotens Mannheims, um dort noch bestehende Kapazitätslücken aufzulösen (Optimierungsstudie). „Darin sind nach Auffassung der Region Mittlerer Oberrhein schon als Lehre aus der Havarie in Rastatt auch linksrheinische Alternativen intensiv zu prüfen“ erinnert Verbandsdirektor Prof. Hager an eine zentrale Forderung der Region. Eine Begrenzung des Untersuchungsraumes für die Variantenprüfung könne nicht zuletzt auch rechtliche Risiken für den weiteren Abwägungsprozess bergen.

Das Dialogforum für den Abschnitt Mannheim-Karlsruhe zur breiten Unterrichtung der Öffentlichkeit wird nach Auskunft der Bahn erst nach dem Abschluss der Optimierungsstudie für den Knoten Mannheim beginnen. Dennoch sollte die regionale Öffentlichkeit in den Prozess einbezogen werden, sobald Varianten betrachtet werden, damit die Transparenz in der Entscheidungsfindung gewährleistet wird.

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