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Regionaler Wohnungsbaunavigator Mittlerer Oberrhein

Die Region Karlsruhe ist als dynamischer Wirtschaftsraum mit hoher Lebensqualität ein Zuwanderungsmanget. Der Wohnungsmarkt ist entsprechend flächendeckend stark angespannt. Vor allem im Bereich des bezahlbaren Wohnraums und generell im Mehrgeschosswohnungsbau deckt das Angebot bei weitem nicht die Nachfrage, während das klassische Wohnen im Einfamilienhaus aufgrund steigender Baukosten und Baulandpreise für Familiengründer:innen immer unerreichbarer wird. Demografische Trends wie Individualisierung, zunehmende Vielfalt der Haushaltsformen, Zuwanderung und steigende Lebenserwartung stellen neue Anforderungen an das Wohnungsangebot.

Vor dem Hintergrund stark angespannter Haushaltslagen müssen Gemeinden heute und morgen in der Lage sein, ihre Bevölkerung mit adäquatem und bezahlbarem Wohnraum zu versorgen.

Zielsetzung des Projekts

Im Rahmen des Projekts „Regionaler Wohnungsbaunavigator Mittlerer Oberrhein“ hat der Verband Region Karlsruhe eine regionale Bevölkerungs- und Haushaltsprognose für das Zieljahr 2040 erarbeitet und parallel alle acht Mittelzentren der Region zu ihren aktuellen Wohnraumpotenzialen befragt. Auf Basis dieser Erhebung wurden über den Sommer 2025 sechs lokale Workshops mit den Mittelzentren und ihren jeweiligen Umlandkommunen sowie den im Teilraum agierenden Wohnungsbaugenossenschaften durchgeführt, in denen über Mobilisierungshürden, gute Dichten einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung sowie die Möglichkeiten interkommunaler Kooperationen diskutiert wurde. Auch ein Workshop mit dem Nachbarschaftsverband Karlsruhe griff diese Fragen auf.

Wesentliche Projektziele sind die Sensibilisierung der Kommunen für eine bedarfsgerechte Schaffung von Wohnraum und die diesbezügliche Weiterentwicklung landes- und regionalplanerischer Steuerungsinstrumente.

Projektdaten

Das Projekt wird seit Mai 2024 als Modellvorhaben der Raumordnung (MORO) im Forschungsfeld „Mehr Wohnungsbau ermöglichen – Raumordnung und interkommunale Kooperation als Wege aus der Wohnungsnot“, gefördert vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), über eine Laufzeit von zwei Jahren durchgeführt.
Zu den Modellgemeinden gehören die Städte Baden-Baden, Bretten, Bruchsal, Bühl, Ettlingen, Gaggenau, Gernsbach, Karlsruhe und Rastatt sowie der Nachbarschaftsverband Karlsruhe.

Ansprechpartner:

Lisa Matzdorff, Tel: 0721- 35502-15, lisa.matzdorff[at]region-karlsruhe.de

Sara Reichwein, Tel: 0721- 35502-14, sara.reichwein[at]region-karlsruhe.de

Manuel Wagner, Tel: 0721- 35502-27, manuel.wagner[at]region-karlsruhe.de