GeoTresOR Förderzusage

„Wir freuen uns, dass wir das Vertrauen der INTERREG-Gremien für dieses Thema und unseren Projektansatz gewinnen konnten!“, betont der Verbandsvorsitzende Dr. Christoph Schnaudigel. GeoTresOR zielt darauf ab, das Wissen zur Tiefengeothermie verständlich aufzubereiten und einem breiten Kreis zu vermitteln. Dafür werden Daten, Fachwissen und Rückmeldungen der Bevölkerung aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz grenzüberschreitend zusammengeführt. Ziel ist es, das Vertrauen zu stärken, verständliche Informationen bereitzustellen und langfristig Missverständnisse bei der Realisierung von Tiefengeothermievorhaben im gesamten Oberrheingebiet zu vermeiden. „Um das Wissen zu mehren und Akzeptanz für diese Technologie in der Bevölkerung zu erreichen, setzen wir uns nun im Schulterschluss mit Partnern aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz gemeinsam an einen Tisch“, so Verbandsdirektor Prof. Dr. Matthias Proske. Dabei spiele auch die grenzüberschreitende Schadensregulierung – für den unwahrscheinlichen Fall der Fälle – eine zentrale Rolle. Die Projektlaufzeit ist knapp drei Jahre. Die EU fördert das Projekt mit rund 2,1 Millionen Euro. 

Hintergrund

Interreg ist ein europäisches Förderprogramm aus der Region und für die Region, das seit 35 Jahren Projekte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit am Oberrhein zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz unterstützt. Es ist Teil der Kohäsionspolitik der Europäischen Union und zielt darauf ab, die wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Unterschiede zwischen den verschiedenen Gebieten zu verringern. Das Programmgebiet umfasst die deutschen Bundesländer Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, dazu die französische Region Grand Est und die fünf Schweizer Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Jura, Solothurn und Aargau. 

Das Programm Interreg Oberrhein verfügt in der Förderperiode 2021-2027 über eine Mittelausstattung von insgesamt 125 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), um das grenzüberschreitende Programmgebiet zu einer ökologisch nachhaltigen, besser vernetzten, intelligenteren und bürgernäheren Region zu machen. 

Des Begleitausschuss Interreg Oberrhein ist das politische und beschlussfassende Gremium des Programms, das insbesondere für die Auswahl der Projekte zuständig ist. Die nächste Sitzung findet am 10. Dezember 2026 statt. 

Quelle: INTERREG Oberrhein

Rückblick auf die Begleitausschusssitzung vom 9. Juli 2026 - Interreg