Interreg-Projekt GeoTresOR gestartet

Karlsruhe/Straßburg. Über vierzig Einrichtungen am Oberrhein arbeiten im Interreg-Projekt GeoTresOR zusammen, um Hindernisse für die stärkere Nutzung von Tiefengeothermie abzubauen. Die EU fördert das Vorhaben mit 2,1 Millionen Euro. Der offizielle Startschuss dafür fiel nun bei einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung (am 23.09.2026).  Die Projektpartner aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz erörterten online den grenzüberschreitenden Arbeitsplan und die nächsten Schritte für die knapp dreijährige Projektlaufzeit.

„Mit dem gemeinsamen Kick-off beginnt jetzt die konkrete Projektarbeit. Nun gilt es, die unterschiedlichen Perspektiven und das vorhandene Fachwissen der Partner zusammenzubringen und gemeinsam an den Zielen von GeoTresOR zu arbeiten“, so Verbandsdirektor Prof. Dr. Matthias Proske vom Projektträger Veband Region Karlsruhe.

Bei der Auftaktveranstaltung ging es laut Projektträger insbesondere darum, die Zusammenarbeit innerhalb des Projektkonsortiums zu strukturieren und die weiteren Arbeitsschritte abzustimmen. Die grenzüberschreitenden Partner der drei Länder werden in den kommenden Monaten gemeinsam daran arbeiten, Wissen und Informationen zur Tiefengeothermie am Oberrhein grenzüberschreitend zusammenzuführen und verständlich aufzubereiten.

Wenige Tage zuvor (21.09.2026) fand in Straßburg ein Kick-off-Termin mit den begünstigten Projektpartnern statt, den die Verwaltungsbehörde des Programms Interreg Oberrhein veranstaltete. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere die formellen Anforderungen an die Projektumsetzung. Gemeinsam wurden Fragen zum Mittelabruf, zu den geltenden Förderrichtlinien sowie zur Förderfähigkeit der im Projekt anfallenden Ausgaben erörtert.

GeoTresOR widmet sich den Tiefengeothermievorhaben am Oberrhein. Ziel des Projekts ist es, Daten, Fachwissen und Rückmeldungen der Bevölkerung aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz grenzüberschreitend zusammenzuführen, verständlich aufzubereiten und einem breiten Kreis zugänglich zu machen. Damit sollen Wissen und Transparenz gestärkt und langfristig Missverständnisse bei der Realisierung von Tiefengeothermievorhaben im gesamten Oberrheingebiet vermieden werden. Auch Fragen der grenzüberschreitenden Schadensregulierung spielen dabei eine wichtige Rolle.

Das Projekt wird im Rahmen des Programms Interreg Oberrhein mit rund 2,1 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Projektträger ist der Verband Region Karls-ruhe. Die Projektlaufzeit beträgt knapp drei Jahre.

Hintergrund

Interreg ist ein europäisches Förderprogramm aus der Region und für die Region, das seit 35 Jahren Projekte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit am Oberrhein zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz unterstützt. Es ist Teil der Kohäsionspolitik der Europäischen Union und zielt darauf ab, die wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Unterschiede zwischen den verschiedenen Gebieten zu verringern. Das Programmgebiet umfasst die deutschen Bundesländer Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, dazu die französische Region Grand Est und die fünf Schweizer Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Jura, Solothurn und Aargau.

Das Programm Interreg Oberrhein verfügt in der Förderperiode 2021–2027 über eine Mittelausstattung von insgesamt 125 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), um das grenzüberschreitende Programmgebiet zu einer ökologisch nachhaltigen, besser vernetzten, intelligenteren und bürgernäheren Region zu machen.