Solarplanung nun komplett

Der Teilregionalplan mit geeigneten Freiflächen zur Stromerzeugung mit Sonnenenergie ist jetzt komplett. Gestern (8.07.2026) haben die Mitglieder der Verbandsversammlung in Karlsruhe weitere Vorranggebiete für Freiflächenphotovoltaikanlagen in Linkenheim-Hochstetten und Bretten beschlossen. Diese ergänzen die bereits Anfang des Jahres in Kraft getretene Teilfortschreibung Solarenergie des Regionalplans. 

„Mit dem gestrigen Beschluss der Ergänzungssatzung konnten wir die Gesamtfläche der Vorranggebiete um rund 33 Hektar steigern. Damit ist die Region einen weiteren Schritt in Richtung Energieautonomie gegangen“, verdeutlicht Verbandsvorsitzender Dr. Christoph Schnaudigel. Der Verband Region Karlsruhe habe bereits Ende Januar die landesgesetzliche Vorgabe erfüllt, mindestens 0,2 Prozent der Regionsfläche für Freiflächenphotovoltaikanlagen zu sichern.

Eine im vergangenen Jahr eingeführte Regelung zur Beschleunigung von Regionalplanverfahren ermöglichte es laut Verband, diesen Plan schon vorab in Kraft treten zu lassen. Denn für einzelne zusätzliche Vorranggebiete war noch eine erneute, auf bestimmte Inhalte beschränkte Beteiligung erforderlich. „Die betroffenen Gebiete waren erst in der zweiten Beteiligungsrunde zusätzlich vorgeschlagen worden“, so Verbandsdirektor Prof. Dr. Matthias Proske. Da diese Vorschläge aber den grundsätzlichen Überlegungen zum Plan entsprachen, habe es keinen Grund gegeben, diese nicht festzulegen. Gleichzeitig müsse der Öffentlichkeit und den Behörden selbstverständlich die Möglichkeit gegeben werden, sich zu diesen Gebieten zu äußern.

Die Mitglieder der Verbandsversammlung haben nun am 8. Juli bei ihrer Sitzung in Kuppenheim eine Ergänzungssatzung zur Teilfortschreibung Solarenergie mehrheitlich beschlossen. Die Ergänzung betrifft weitere Vorranggebiete für Freiflächenphotovoltaikanlagen in Linkenheim-Hochstetten und Bretten. Ein zunächst zusätzlich geprüfter Gebietsentwurf in Eggenstein-Leopoldshafen wird aufgrund der Ergebnisse der erneuten Prüfung nicht weiterverfolgt.

Mit der Gebietsergänzung steigt die Zahl der Vorranggebiete auf insgesamt 73. Die Flächenkulisse umfasst rund 718 Hektar und sichert damit jetzt 0,34 Prozent der Regionsfläche für die Nutzung von Solarenergie auf Freiflächen, was die gesetzliche Flächenvorgabe deutlich übertrifft. Die Ergänzungssatzung wird nun dem Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg als oberster Raumordnungs- und Landesplanungsbehörde angezeigt. Erhebt das Ministerium innerhalb der gesetzlichen Frist von drei Monaten keine rechtlichen Einwendungen, kann der Verband die Anzeige öffentlich bekannt machen. Mit dieser Bekanntmachung tritt die Ergänzung voraussichtlich im Herbst 2026 in Kraft.

Der Teilregionalplan Solarenergie besteht aus ergänzenden Karten zur Raumnutzungskarte des Regionalplans 2025, einem Textteil einschließlich Begründung und einem Umweltbericht. Die Unterlagen sind auf der Internetseite des Verbandes Region Karlsruhe veröffentlicht.