Veranstaltung zur Europawoche 2026

Karlsruhe/Rastatt. „Gerade Klima- und Artenschutz brauchen den grenzüberschreitenden 

Schulterschluss“, unterstrich Andreas Wolf vom Naturschutzzentrum Karlsruhe bei seiner 

Begrüßung vor den Toren von Rastatt und leitete damit zum ersten Programmpunkt über. Für 

die rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ging es darin zunächst um ein deutsch-

französisches Projekt zum Erhalt von Feuchtgebieten am Oberrhein. Martin Seeger, der mit 

dem Ökomobil des Regierungspräsidiums Karlsruhe vor Ort war, veranschaulichte einerseits 

die Vielfalt und Bedeutung dieser artenreichen Lebensräume und hob deren wichtige Rolle bei 

der Kohlenstoffspeicherung und für den Wasserhaushalt hervor.  Andererseits skizzierte der 

studierte Naturpädagoge die Bedrohungslage bei vielen dieser Landschaftselemente und 

berichtete über geplante Renaturierungsmaßnahmen im INTERREG-Projekt 

„Feuchtgebiete/Zones humides“, bei denen die Natur im besten Fall wieder nasse „Füße“ 

bekommen soll. 

An dieses Ziel knüpfe auch „MOOREO“ an, ein weiteres, gerade gestartetes Projekt am 

Oberrhein, wie Tilo Wiedemann vom Verband Region Karlsruhe ausführte. Gemeinsam mit der 

südlichen Nachbarregion werde sich der Planungsverband der Wiedervernässung von Mooren 

als Beitrag für mehr natürlichen Klimaschutz widmen. 

Bevor es auf einem Streifzug durch das Rastatter Bruch von der trockenen Theorie in die 

feuchte Praxis ging, umrissen Mitarbeiterinnen vom Rastatter Team „Landesgartenschau 

2036“ Ideen für die Entwicklung eines Landschaftsparks am westlichen Stadtrand, wo das 

Rastatter Bruch angrenzt. 

Auf der dort im Anschluss stattfindenden Exkursion gab Martin Seeger zusammen mit Leonard 

Pfaff vom Karlsruher Institut für Technologie Einblicke aus wissenschaftlicher und 

naturschutzfachlicher Perspektive, mit welchen Maßnahmen Feuchtgebiete revitalisiert und 

Biodiversität erhöht werden sollen. 

„Der Oberrhein ist nicht nur international bekannt für seine Feuchtgebiete, sondern auch als 

ein Hotspot der Klimaerwärmung. Vor diesem Hintergrund sind die vorgestellten Maßnahmen 

zum Schutz und die Renaturierung dieser Lebensräume umso wichtiger, damit Bruchwälder 

und Moore bei uns auch für die kommenden Generationen lebendig und erlebbar bleiben“, so 

das Schlusswort der Veranstalter. 

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Eine gemeinsame Veranstaltung im Rahmen der Europawoche, organisiert vom Verband 

Region Karlsruhe und vom Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört in Kooperation mit 

dem Regierungspräsidium Karlsruhe.


Das vom Regierungspräsidium vorgestellte Projekt „Feuchtgebiete/Zones humides- 

Renaturierung und Resilienz von Feuchtgebieten am Oberrhein“ wird über das Programm 

INTERREG kofinanziert von der EU und dem Land Baden-Württemberg 

Das Projekt MOOREO wird gefördert vom baden-württembergischen Ministerium für Umwelt, 

Klimaschutz und Energiewirtschaft sowie dem Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, 

Naturschutz und nukleare Sicherheit.